RalfWausE's Blog

Der Blog eines IT-Menschen

Fangen wir mit dem guten an: Die Integration von Waydroid in Plasma Mobile ist richtig gut und Apps wie WhatsApp (würg schüttel) um die man leider nicht herum kommt weil die lieben Mitmenschen zu faul zu sehr im Herdentrieb gefangen sind um sich trotz der offensichtlichen Schattenseiten (Hallo? War da was mit Trump? Datenschutz??) von diesem System zu trennen.

Nach dem Download des Containers startet das Lineage Android image von dem aus man seine Apps aus den diversen Appstores installieren kann, die Apps sind anschließend auf dem Desktop verfügbar und können wie native Programme verwendet werden – nett!

Den (manuellen) Kamerafokus habe ich dann anhand der Anleitung aus der postmarketOS Dokumentation ans laufen bekommen, es musste die Software cameractrl gebaut werden, nach der Installation bekommt man dann die Option sich manuelle Fokuskontrollen anzeigen zu lassen. Die Bildqualität ist allerdings immer noch mies.

Die Sim musste allerdings doch erstmal wieder ins Android Handy wandern: Die Sprachqualität bei Anrufen ist auf dem Niveau eines Dosentelefons und ob man wirklich erreichbar ist, ist auch eher dem Zufall überlassen.

Ich werde das System auf jeden Fall weiter im Alltag benutzen und mal schauen was mir noch so alles an Problemen und Lösungen über den Weg läuft.

#postmarketos #linuxonmobile

Auch wenn ich jetzt schon seit deutlich über 25 Jahren (zumindest privat) ausschließlich mit Linux auf dem Desktop unterwegs bin (mit Ausnahme der diversen Abstecher in Richtung BSD / Plan9 und co.) ist das Handy bisher – leider – immer noch fest in Googles Hand.

Beim Aufräumen meines Büros ist mir nun das alte OnePlus 6 “Enchilada” wieder in die Hände gefallen das schon öfter als Versuchskaninchen für solche Experimente herhalten musste... ich nahm das als ein Zeichen, dass ich mal wieder einen Anlauf starten sollte.

Also schnell mal auf der Homepage des postmarketOS Projekts vorbeigesehen – Aha! Mittlerweile wird auf dem “Enchilada” wohl auch die Kamera unterstützt! Also schnell die aktuellen Images für die Plasma Mobile Variante aus dem Release Zweig heruntergeladen, fastboot wieder auf dem PC installiert und nach wenigen Minuten hatte ich das System auf dem Handy. Nach dem Start bin ich dann kurz den Einrichtungsassistenten durchgegangen, habe mich mit dem Wlan verbunden und schon konnte ich loslegen. Naja fast.

Die Probleme

Der APN für den mobilen Internetzugang konnte nicht automatisch konfiguriert werden – kein Problem, nach kurzer Suche im Netz habe ich die Einstellungen schnell gefunden und eingetragen, nach einem Reboot hat sich das System dann auch mit dem APN meines Anbieters verbunden und ich hatte mobile Netz.

Der KDE “Appstore” Discovery konnte beim ersten Aufruf keine Programme von Flathub finden – der Versuch das Ganze dann von der Konsole aus zu wiederholen ergab dann ein Problem mit den Zertifikaten des Repositories... naja, auch kein Problem: Flatpak remote gelöscht und neu angelegt, dann konnte ich auch meine gewohnten Programme nachinstallieren.

Merkwürdigerweise ließ sich die Onscreen-Tastatur nicht auf Deutsch umstellen – der Komplette Menüpunkt mit der Sprachauswahl in den Plasma Einstellungen bleibt leer. Wasauchimmer... zum Glück gibt es ja als Maliit Keyboard, das sich problemlos per apk installieren und anschließend in den Einstellungen als Onscreen Keyboard festlegen ließ.

Die Kamera funktioniert tatsächlich, allerdings ohne Autofokus und ohne Belichtungskorrektur... aber immerhin: Sie funktioniert! Und laut dem Wiki gibt es wohl auch eine Möglichkeit ein Overlay für manuelle Fokussierung zu installieren... mal schauen...

Nachdem die ersten Hürden genommen waren ist das System wirklich brauchbar, die meisten der vom Desktop gewohnten Linux Anwendungen stehen zur Verfügung, Telefonie funktioniert (das war einer der Punkte die mich vor ein paar Jahren absolut haben verzweifeln lassen), Bluetooth geht und auch die Stabilität sieht erstmal gut aus... auch wenn man nach einem Nachmittag des damit herumspielens da natürlich noch kein echtes Fazit ziehen kann.

Zwischenfazit

Auch wenn das was ich da oben zu den diversen Problemen geschrieben habe aus der Sicht eines normalen Nutzers erstmal furchtbar klingt bin ich absolut begeistert. Linux auf dem Handy! Wie genial ist das bitte? Natürlich hat alles noch Ecken und Kanten, natürlich muss man hier ab und an zum Terminal greifen – Linux auf dem Handy ist heute eben erst an einem Punkt an dem das Desktop Linux ~1997 war: Etwas für Freaks und Bastler. Aber das ist auch völlig ok, die Entwicklung geht weiter und der Stand der Dinge macht wirklich Hoffnung.

Meine SIM Karte steckt jetzt jedenfalls erstmal im Oneplus und ich werde mich bemühen das System als “daily driver” zu nutzen, mal schauen wo es hinführt ;–)

#postmarketos #Linux

Boah ey...

...mehr kann ich wirklich nicht zu diesem Entwurf einer KDE basierenden VR Arbeitsumgebung sagen.

Ich habe vor vielen Jahren schon mal ein wenig mit Google Cardboard herumgespielt, habe ab und an mal im Mediamarkt ein VR Headset aufgesetzt, aber irgendwie hat mich das ganze nie so richtig angemacht. Das hier aber... das wäre durchaus ein Argument für mich mir vielleicht doch mal so ein VR System zuzulegen.

KDE VR System

Das ist Wahnsinn... nein, das ist 2026

Über die letzten Wochen habe ich eine wahrscheinlich ungesunde Obsession bezüglich der Nachrichten aus dem Land der begrenzten Unmöglichkeiten entwickelt, und ehrlich gesagt fange ich so langsam an die gleiche Abneigung, nein, fast schon Hass auf alles amerikanische zu entwickeln wie ich ihn schon damals bei der Irak Invasion von GWB hatte. Im gleichen Maß entwickle ich eine Abneigung gegen die Menschen und Institutionen die immer noch an US Produkten, besonders die der digitalen Art kleben obwohl wir ja bereits letztes Jahr gesehen haben, dass Trump diese durchaus als Waffe gegen uns einsetzen kann.

Immerhin, der internationale Strafgerichts hat die Zeichen der Zeit verstanden und dann gegen Ende letzten Jahres bekanntgegeben, dass sie nun auf Open Source umstellen wollen. Erfreulicherweise sind die nicht die einzigen: Auch Schleswig-Holstein ist zum Beispiel schon länger dabei auf offene Lösungen umzusteigen.

Was jetzt noch fehlt ist das Verständnis für die Problematik in der breiten Bevölkerung und vor allem in den Firmen.

Wenn man sich alleine ansieht was innerhalb des Januars an neuen Unmöglichkeiten aus der US Regierung gekommen ist kann das ehrlich gesagt nicht zu schnell kommen...

Ok, nochmal ein neuer Versuch..

Ich gebs zu: Ich bin viel zu schnell von neuen Dingen / Projekten / wasauchimmer begeistert und neige dann zu schnell dazu einfach mal eben was neues aufzusetzen was dann relativ schnell durch das nächste was in meinen Fokus gerät ersetzt wird. Aber daran will ich arbeiten... wirklich!

Warum “nochmal ein neuer Versuch”? Naja, ich hatte über die letzten Monate schon ein paar mal versucht ein neues Blog hochzuziehen, mal mit Ghost, mal mit Wordpress und mal mit einem selbst zusammengehacktem Static-Site-Benerator aus einer üblen Mischung an Awk + Bash + grep. Es hat aber immer irgendwo gehakt – mal war mir die Seite zu aufgeblasen (Wordpress) mal war das ganze nicht sauber ans laufen zu bekommen (Ghost) und über den selbst gebauten SSG reden wir besser nicht. Aber jetzt wird alles anders... ich glaube nämlich ich habe einen ganz guten Mittelweg zwischen Bedienbarkeit, Wartbarkeit und Vernetzung im Fediverse gefunden: Writefreely.

Das schöne bei Writefreely ist für mich die extrem einfache Installation auf meinem Account bei #uberspace (ja, sie unterstützen nicht die neueste Version... aber die werden ihr Basissystem hoffentlich auch mal demnächst upgraden), mit der wirklich guten Anleitung im Uberlab hatte ich das ganze in unter 10 Minuten am laufen und kann jetzt anfangen hier mehr oder weniger sinnvolle Dinge in die Welt hinaus zu posaunen. Die (relativen) Einschränkungen beim Design sehe ich als etwas positives: Alles bleibt lesbar, der Inhalt geht nicht in irgendwelchen schreienden Designs unter und ich werde gezwungen mich auf das wesentliche – das Schreiben – zu konzentrieren.

Bleibt die Hoffnung das ich das ganze nun auch längerfristig fortsetze und mich der Eichhörnchenfaktor nicht demnächst wieder grüneres Gras an anderen Ufern sehen lässt ;–)